Historischer Kriminalroman von Sascha Hall – erscheint 2022

Das Romandebüt von Sascha Hall ist eine Liebeserklärung an Halle an der Saale, einer Stadt im Aufwind der Wilhelminischen Industrialisierung des 19. Jahrhunderts. Mit Thea Söder ist ihr eine Romanfigur gelungen, die mit Witz und Hausverstand nicht nur den heimischen Bauernhof verwaltet, sondern auch in der nahegelegenen Stadt Halle an der Saale Morde und Verschwörungen aufklärt. Gemeinsam mit Thea, dem preußischen Beamten Dasché, der Magd Ruth und dem Mechaniker Dehne tauchen wir in die Geheimnisse einer längst vergessen Zeit und erleben Halle von einer ganz anderen Seite. Thea nimmt uns mit in die Zeit der Industrialisierung, der Arbeiteraufstände und den ersten Tagen der Fahrräder.

Der Kriminalroman Thea spielt 1890 in Halle an der Saale, einer Stadt in der damaligen Preußischen Provinz Sachsen. Thea Söder, in Frankreich geboren und durch das Schicksal nach Büschdorf, einen Vorort von Halle, gespült, hat eine Leidenschaft, das Fahrradfahren. Etwas Ungewöhnliches, wenn nicht gar Obszönes, für eine Frau im 19. Jahrhundert. Thea nutzt das erste Fahrrad, das ihr Cousin nach Modellen einer englischen Feuerfliege gebaut hat. Sie gilt allgemein als die Verrückte mit dem Rad. Auch das ist ein Grund, warum sie nur nachts mit ihrem Vehikel fährt, möchte sie sich doch nicht zum Gespött der Leute machen. Als Thea bei einer nächtlichen Ausfahrt einen Mann überfährt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Nicht nur der geliebte Großvater versteht die Welt nicht mehr, auch für alle anderen am Bauernhof brechen verwirrende Zeiten an. Aber Thea wäre nicht Thea, wenn sie nicht mit Herz und Hirn das Leben meistern würde. Dabei bekommt sie Hilfe von Ludwig Dehne, dem Bruder des berühmten Hans Dehne, dem reichsten Mann der Stadt und Frederick Dasché, einem hohen preußischen Beamten. Aber auch ihre Freundin Ruth und die quirlige Journalistin Clementine Gasser helfen ihr, einen Mord aufzuklären und wichtige Staatspapiere wieder zu finden.